Evangelisches Bildungswerk München e.V.

Tablet-Rezension: Anfänger-orientierter Vielkönner mit Kinderkrankheiten
Mit Ihnen für Sie getestet. EinsteigerInnen-Tablet von Ordissimo. Lesen Sie unseren Testbericht: „Ein Computer für alle Einsteiger“ so bewirbt die französische Firma Ordissimo die Laptops und Tablets, die sie nach eigenen Angaben seit 2005 erfolgreich vor allem an ältere Menschen vertreibt. Damit versprechen die Werbestrategen nicht zu viel und nicht zu wenig – denn EinsteigerInnen sind auch unserer Ansicht nach die Zielgruppe, für die die Ordissimos eine sinnvolle Wahl sein können. <txp:permlink id="2123" title="Zum ausführlichen Testbericht">*Zum ausführlichen Testbericht* </txp:permlink>

„Ein Computer für alle Einsteiger“ so bewirbt die französische Firma Ordissimo die Laptops und Tablets, die sie nach eigenen Angaben seit 2005 erfolgreich vor allem an ältere Menschen vertreibt. Damit versprechen die Werbestrategen nicht zu viel und nicht zu wenig – denn EinsteigerInnen sind auch unserer Ansicht nach die Zielgruppe, für die die Ordissimos eine sinnvolle Wahl sein können.

Wer mehr will vom Online-Leben als einfache Funktionen des täglichen Bedarfs (Textverarbeitung, Internet, E-Mail, Fotos und Dateien verwalten, einfache Spiele); wer bereits auf anderen Geräten computer-sozialisiert wurde; wer auf dem immer neusten Stand der Technik sein will oder wer plant speziell beim Thema Tablet mit Ordissimo ein- und gar im Anschluss leichter auf konventionelle Tablets umsteigen zu können, der wird unter Umständen Enttäuschungen und Schwierigkeiten erleben.
Das ist die Bilanz unserer Begegnung mit dem Ordissimo-Tablet, das wir 6 Wochen im ebw mit der Hilfe unserer BesucherInnen und TeilnehmerInnen getestet haben.
Anlass für den Test ist die Suche nach SeniorInnen-tauglichen Tablets für ein neues ebw-Projekt, über das wir nach der Sommerpause mehr verraten.

Ausführlicher Testbericht

Das haben wir getestet
Das uns zur Verfügung gestellte Geräte war ein mit 11,6 Zoll Bildschirmdiagonale zwar angenehm großes, aber mit 850g sehr gewichtiges Tablet nach der Microsoft-Spezifikation für Tablets, allerdings bestückt mit einem Linux-Betriebssystem und entsprechender Benutzeroberfläche zum Preis von € 449,-. (http://www.ordissimo.com/de/produkte/tablet)

  • Das ist drin:*

a) die Hardware

Einigen TesterInnen war das Tablet mit Blick auf die eigene Nutzung oder als Empfehlung für ältere Menschen eindeutig zu schwer.
Das Gehäuse enthält im Prinzip die komplette Hardware eines Standard-PCs. Es eignet sich daher als Plattform für das OpenSource-Betriebssystem Linux . Linux gehört also nicht einem marktbeherrschenden Unternehmen, das wie Cola Cola seine Umsätze im Wesentlichen auf die Geheimhaltung der zugrundeliegenden Rezeptur gründet. Linux wird von vielen EntwicklerInnen weltweit gepflegt und weiterentwickelt, ein Umstand, der vor allem von PC-Profis wertgeschätzt und begrüßt wird. Linux gilt als weniger anfällig für Viren und Co. Was zum einen daran liegt, das bei einem Code, den jeder einsehen kann, durch viele achtsame Augen eine Kontrolle entsteht, durch die z. B. Sicherheitslücken entdeckt werden. Andererseits steht das Opensource-Betriebssystem – anders als Windows – auch nicht im unmittelbaren Fokus der Virenprogrammierer und Internetgangster.
Das Testgerät enthält nach Herstellerangaben eine 32GB Festplatte, die aus unserer Sicht völlig ausreichend ist. Der Intel 847-Prozessor, der 2011 eingeführt wurde, ist sicher nicht das Neueste, was der Markt zu bieten hat, aber immer noch ein schnelles Ding und absolut alltagstauglich.
Ein SD-Kartenleser ermöglicht das unkomplizierte Herüberladen von Fotos von einer Digitalkamera, die auch auf dem Ordissimo bearbeitet werden können. Eine integrierte Webcam gestattet Aufnahmen von Bildern und Videos. Das ist bei Tablets und Laptops heute allgemein ein Standard, den Sie erwarten dürfen.
Die Bildqualität mutet aber eher an die von Geräten aus den frühen Nuller-Jahren an und ist mit Blick auf das, was die Kamerafunktionen anderer marktüblicher Tablets und Smartphones selbst im günstigen Preissegment leisten können, unbefriedigend. Mit dem Kauf eines Ordissimo-Tablet lässt sich die digitale Fotokamera also noch nicht ausrangieren.
Vergeblich haben unsere TesterInnen auch nach einem Umschalt-Button für den Wechsel von Vorder- zu Rück-Kamera gesucht. Fotos in bescheidener Auflösung sind also nur als „Selfie“ (Selbstbildnis) möglich.
Ins Internet kommt man über Wifi (WLAN zuhause oder Hotspot unterwegs) bzw. über eines der Handynetze, das einem nach Einlegen einer entsprechenden SIM-Karte in ein sogenanntes UMTS-Slot zur Verfügung steht (3G/UMTS). Achten Sie bei Ihren Kaufüberlegungen darauf – ist das Tablet für zuhause oder für unterwegs? Denn gerade günstige Einstiegsmodelle haben noch nicht alle diese letztere Internet-über-Mobilfunk-Option.

Bluetooth erlaubt die Kommunikation zwischen Geräten (z. B. kabellose Datenübertragung von Smartphone auf Tablet, von Tablet zu PC, etwa auch zum Transferieren von Fotos u. ä.), eine Funktion, die von unseren TesterInnen jedoch selten genutzt wird.
Begrüßenswert sind die beiden USB-Eingänge, an die sich externe Festplatten, USB-Sticks oder auch Drucker anschließen lassen.
Vermisst haben wir einen Audio-Eingang neben dem Audio-Ausgang. Musik hören per Kopfhörer ist somit zwar möglich. Für eine bessere Sound-Übertragung etwa bei Video-Telefonie mit dem vorinstallierten Programm „Skype“ kommen somit aber nicht beliebige Kopfhörer/Micro-Sets in Frage – diese haben einen Stecker je für den Audio-Ein- und für den Audio-Ausgang – sondern nur solche, die über USB laufen.
Ein „Head-Set“ ist bei diesem Tablet aber unbedingt empfehlenswert, da das Gerät mit einem Lüfter ausgestattet ist. Dieser kann sehr laut werden, was Videoübertragungen und -aufzeichnungen stört. Die herausgeblasene Heißluft macht sich außerdem unangenehm bemerkbar, wenn man das Gerät längere Zeit auf dem Schoß hält – eine durchaus übliche Tablet-Position.

b) die Software

Vorinstalliert waren verschiedene Open-Source-Programme wie Open-Office, erreichbar über ein Desktop-Icon „ Schreiben“ und „Tabellen“. Auch der bekannte Mozilla Firefox-Browser ( das „Fenster“, das Sie brauchen, um eine Internetadresse einzugeben und welches Ihnen dann die Seite sucht und grafisch darstellt) ist an Bord. Er präsentiert sich jedoch nicht mit seinem üblichen Feuer-Icon, sondern verbirgt sich hinter einer Weltkugel mit Lupe „Suchen im Internet“ Icon.
Hier ist Google-Suche als Startseite voreingestellt. Eine Suchmaschine als Startseite fest einzurichten, macht gerade für EinsteigerInnen durchaus Sinn. Jedoch hätten wir uns auf einem sonst Open-Source- und Alternativen-orientierten Produkt auch eine alternative Suchmaschine statt der marktführenden Datenkrake Google gewünscht. Wer lieber klein und anonym surft, kann sich über den Umweg des Lesezeichen-setzens aber doch zur Alternativ-Suchmaschinen-Startseite verhelfen. Dies erfordert im Alltag aber einen „Klick“ mehr. Mit „Lesezeichen“ markierte Seiten landen in einer Übersicht, die NutzerInnen über das Icon „Meine Lesezeichen“ bequem erreichen.
Auf dem Desktop unseres Testers fanden wir außerdem folgende Icons vor:

  • „Meine Fotos“ – eine Verknüpfung zum bereits angelegten Dateien-Ordner „Fotos“, „Kalender“.
  • „Google-Karten“ – Verknüpfung, die die GoogleMaps-Webseite anwählt.
  • „Skype“ – eine Software zur kostenlosen Videotelefonie.
  • Das bezeichnenderweise mit einem Rettungsanker illustrierte „Benutzer-Handbuch“ wirkt leicht verständlich und arbeitet mit vielen Bildschirm-Fotos. Diese leiten Schritt für Schritt an, wie man beispielsweise die Internet-Verbindung einrichtet, den Drucker einstellt oder – besonders häufig angefragt auch in unseren SeniorInnnen-Kursen – einen E-Mail-Anhang öffnet und speichert. Leider ist die Liste der erklärten Funktionen nicht sehr umfangreich und es gibt Minus-Punkte für die Umsetzung – zum Weiterblättern oder Erreichen des Hauptmenüs, sind Englisch-Kenntnisse nötig: z.B. heißt „zurück zum Menü“ hier noch „Back to Table of Contents“.
  • Das Icon „Einstellungen“ führt in einen Bereich, in dem vor allem für Laien die zwei grünen Knöpfe „Aktualisieren“ (aktualisiert alle installierte Software auf einen Streich) und „Fernwartung“ (für den Bediener-Notfall) interessant sind. NutzerInnen mit PC-Vorerfahrung und Profis werden aber die Vielfalt der Einstellungsmöglichkeiten eines Standard-Windows- oder Apple-Rechners vermissen. Im Einstellungsbereich können sonst nämlich nur noch einfache Konfigurationen für den Drucker, die Internetverbindung und Mausgröße und – geschwindigkeit verändert werden. Diese automatisierte Aktualisierung verschafft zwar Sorgenfreiheit auf der einen Seite – „Ich muss mich nicht kümmern, was ich alles brauche“; sicherheitsbesorgte KritikerInnen des Konzepts monieren aber, dass es eine zeitliche Verzögerung für das Erhalten der Updates gibt.
    Statt sie sich gleich selbst besorgen zu können, sobald sie herausgegeben wurden, muss der Ordissimo-Nutzer darauf warten und vertrauen, dass die Updates von Ordissimo zeitig bereitgestellt werden.
  • Den Unterbereich „Wartung“ dessen Nutzung eindringlich nur „erfahrenen Benutzern“ nahe gelegt wird, konnten wir ohne registriert zu sein, nicht näher erforschen. Eventuell kommen dort die Profis und IndividualisierungsfreundInnen noch auf ihre Kosten.
    Über das Icon „Anwendungen installieren“ hätten wir noch 35 weitere Anwendungen und 28 Spiele installieren können. Zu den Anwendungen zählen auch solche, die aus unserer Sicht für den Alltagsgebrauch unerlässlich sind und ruhig schon vorinstalliert hätten sein können. Etwa der VLC-Player, zum Abspielen von Videos, der Adobe Reader, zum Lesen des verbreiteten Dokumenten-Format „pdf“.
    Im Bereich Social Media werden Facebook und Picasa angeboten, – die sich streng genommen ja auch über Eingabe der Internet-Adresse ins Browser-Fenster (Icon „Suchen im Netz“) anwählen lassen.
    Verwundernswert ist die Bevorzugung der Volksbank, deren Online-Erreichbarkeit hier als einzige Bank aufgeführt ist. Wieso das?
    Bei den Spielen finden sich vor allem Klassiker wie „Minen“, aus dem Offline-Bereich bekannte Spiele wie Schach, Sudoku, Mahjong, Scrabble… und als einziger Vertreter der „neueren“ mobil Internet-spezifischen Games „Angry Birds“.
    Lang Vertrautes und Bewährtes kann hier nun also von einsamen oder spielebegeisterten Menschen unabhängig von der Verfügbarkeit eines realen Gegenübers gespielt werden.
    Die generationenverbindenden Potentiale von Spiele-Apps kann dieses Tablet jedoch nicht bieten. Wenn die Enkelin mit Oma das „Quizduell“ spielen möchte, muss diese passen, denn sie kommt nicht dran.
    Was nicht in der Installationsliste ist, kann der Nutzer auch nicht installieren. Das schützt vor versehentlichem Runterladen von ungewünschten Viren, Nebeneffekten wie versteckten Kostenfallen, vor Verwirrung und Frust, wenn der „Download“ nicht klappt…. schränkt aber auch ein. Die geliebte Ahnenforschungs-Software, die man auf dem alten Windows XP so schön verwendet hat, lässt sich nicht mit auf dieses Tablet umziehen.
    UmsteigerInnen sollten sich bewusst sein, dass ein Ordissimo Vereinfachung, vor allem aber auch durch Reduktion, bedeutet.

c) Benutzeroberfläche und Bedienfreundlichkeit

Das Konzept von Ordissimo zielt darauf ab, das die wichtigsten Funktionen und Bereiche des Geräts immer sichtbar und leicht erreichbar sind.
Dies wird hauptsächlich mit Hilfe von 3 Menü/Funktions-Leisten umgesetzt.
Die untere Menü-Leiste
Egal, in welcher Anwendung man sich gerade befindet, am unteren Bildschirmrand ist immer die Menüleiste mit „Startseite“, „E-Mail“, „Internet“ „Fotos“ und „Dateien“ sichtbar. Das hilft gegen das typische Verwirren und Verirren, dem EinsteigerInnen häufig mit den Datei-Strukturen von Windows-Rechnern zu kämpfen haben. Auf der anderen Seite ist sicher auch diese Leiste nicht verwirrungs-frei. Neulinge könnten fragen „Wieso geht´s denn da jetzt mit dem Bildchen zu E-Mails, wenn doch auf dem Desktop ein anderes Bildchen dahin führt? Und wieso überhaupt zwei Wege zu einem Ziel?“ Hier könnte grafisch und sprachlich sicher noch vereinheitlicht werden. Grundsätzlich finden wir so eine Leiste aber praktisch, auch wenn sie den Bildschirm natürlich wieder kleiner macht.

Die rechte untere Funktions-Leiste
Rechts unten befindet sich eine weitere Leiste, mit der sich Grundfunktionen der Gerätehandhabung verändern lassen. Sie zeigt Uhrzeit, Batterie-Status, das Ton an/aus-Schalt-Symbol. Außerdem kann man hier mit einer weiteren Schaltfläche die Tastatur aufrufen, das Bild größer oder kleiner zoomen, den Bildschirm hoch/querkant drehen, einen Schritt zurück gehen oder etwas in den Papierkorb werfen.
Hauptkritik-Punkt an dieser Leiste ist die geringe Größe der einzelnen Symbole, die sich auch nicht vergrößern lassen. Das ist zum einen für Menschen mit verringerter Sehkraft zu mindestens am Anfang problematisch. Wurstige oder zitterige Finger könnten sich ebenfalls etwas schwertun auf Anhieb gleich die richtige Funktion zu erwischen. Verwirrend ist in der aktuelle Benutzeroberfläche auch die Ähnlichkeit des „Drehe den Bildschirm“ Symbols mit dem „Gehe eine Schritt zurück“. Symbols, beides stilisierte nach links drehende Rundpfeile.

Die obere dynamische Menü-Zeile
Die dritte Menüzeile erscheint am oberen Bildschirmrand und ist dynamisch. Das heißt sie verändert sich. Das liegt daran, dass sie eigentlich Bestandteil der jeweiligen gerade aufgerufenen Anwendung ist und deren spezifisches Funktionen-Menü präsentiert. Hier sind die Symbole gut erkennbar. Ihre Bedeutung wird durch eine textliche Erklärung ergänzt. Diese Dopplung ist an sich sehr hilfreich gerade für AnfängerInnen – jedoch ist die Schrift auch hier wieder recht klein und lässt sich nicht vergrößern. Die Problematik ist uns außerdem vor allem noch störend im Textverarbeitungsprogramm bei der Auswahl der Schriftfarben aufgefallen.
Das Tablet hat einen Touch-Bildschirm. Die Funktionen sind also direkt mit dem Finger bedienbar. Weitere für Tablets und Smartphones heute gängige Finger-Akrobatik ist jedoch nicht möglich. Das „Wischen“ funktioniert nur in manchen Situationen (Bsp. Bilder-Galerie) und das mit Zwei-oder-Drei-Fingern-Aufzoomen geht hier nicht.
Ob dies von Vor- oder Nachteil ist, muss jede/e NutzerIn für sich entscheiden. Bei AnfängerInnen kommt es sicher weniger zu ungewollten Aktionen und die Lernkurve ist flacher. Ans Wischen bereits Geübte und Gewöhnte dürfte das es eher frustrieren.

d) Tablet oder Laptop?

Das Ordissimo-Tablet wird als „vollwertiger“ Rechner beworben, der statt eines PCs und nicht nur als Ergänzung ( „Second Screen“ fürs Surfen vom Sofa aus) genutzt werden kann. Diesem Anspruch wird er mit dieser Ausrüstung im Wesentlichen auch gerecht.
Aber ob für diese Aktionserwartungen das „Tablet“ die richtige Wahl ist?
Wenn ich eine Bluetooth-Tastatur anschließe, weil ich tastatur-erfahren und von der kleineren Touch-Tastatur frustriert bin, – dann kann ich eigentlich auch gleich einen Laptop kaufen.
Zumal dieses spezielle Tablet durch sein Gewicht und seine Wärmeentwicklung nicht leicht in der Hand und nicht lang gut auf dem Schoß liegt, was ja sonst Gründe für eine Tablet-Nutzung sind.
Für Freunde eines „Second Screens“ – eines portablen, internetfähigen Bildschirms, auf dem man im wesentlichen nur Bilder/Videos zeigen oder gucken oder mal eben etwas im Netz nachschlagen will, aber über die ein oder andere E-Mail hinaus keine große Textproduktion durchführen möchte – dürfte sich ein günstiges Einsteiger-Tablet eher anbieten. Diese gibt es im 10-Zoll Bereich bereits ab 120€, für wen es auch etwas kleiner sein darf, der ist mit 60-80€ für 7-8 Zoll dabei.

Fazit

Der Grundgedanke eines vereinfachten, wartungsarmen Anfänger-Geräts, bei dem man wenig falsch machen und wenig fachbelesen sein muss, um handlungsfähig zu sein, gefiel allen unseren TesterInnen. Man merkt dem Gerät allerdings an, dass die Benutzeroberfläche vor allem mit Blick auf Laptops designt wurde. Hier ist noch einiges an Optimierungsspielraum für die Tablet-Nutzung.
Viele Funktionsangebote können in ihrer Ausführung auch noch nutzer- und vor allem seniorInnen-freundlicher gestaltet werden. Speziell aufs Tablet bezogen, sollte hier neuere und leichtere Technik zum Einsatz kommen. Nur weil jemand sein Auto nicht über Bord-Computer steuern, sondern möglichst einfach bedienen können möchte, sollte er nicht auf den technischen Stand eines 10-Jahres-Wagens zurückfallen müssen.
Im Moment können wir daher das Ordissimo-Konzept eher für Laptop-InteressentInnen empfehlen und freuen uns gespannt verbesserte Neu-Auflagen des Ordissimo-Tablets.
EinsteigerInnen ohne PC-kompetente Bezugspersonen, sollten durchaus mal über das Ordissimo-Angebot nachdenken. Sie sollten sich allerdings darüber klar sein, dass das Linux-basierte Ordissimo-System eine eigene Welt ist, die zu den Mainstream-Anbietern wie Windows oder Android nur begrenzt Anknüpfungspunkte hat.
Umstieg bedeutet also Umstellung.

Text: Annette Hüsken-Brüggemann, Recherche: ebenda und die BesucherInnen des ebw

---