Evangelisches Bildungswerk München e.V.

Gesundheit

  1. Demenz-Prävention: Empfehlungen bestätigt (RL)
    Seit Jahren empfehlen wir in unseren Seminaren, was tun, um einer Demenz so gut wie möglich vorzubeugen. Eine Studie der WHO bestätigt gerade diese Empfehlungen, deswegen bekräftigen wir sie nochmal hier: Bewegen Sie sich so viel wie möglich (es wirkt auch gegen hohen Blutdruck), ernähren Sie sich ausgewogen mit wenig Zucker, kontrollieren Sie den Konsum von Genussmitteln, vermeiden Sie Nahrungssupplemente und falls Sie merken, Sie hören schlechter, lassen Sie sich bitte untersuchen. Fenster zur Welt, die sich schließen, öffnen sich kaum wieder. Und alle Fenster sind für das soziale Leben enorm wichtig. Die Studie auf Englisch verlinken wir auch nach der deutschen Zusammenfassung.
    https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/demenz/article/988057/erste-who-leitlinie-20-empfehlungen-demenz-praevention.html?sh=2&h=767693419
    https://apps.who.int/iris/bitstream/handle/10665/312180/9789241550543-eng.pdf?ua=1
  2. Demenz-Prävention: Es wird für uns immer härter (RL)
    Eine Langzeitstudie aus Großbritannien warnt vor zu viel Fernsehen. Bei über 50-Jährigen reichen täglich mehr als 3,5 Stunden TV-Konsum, um sein verbales Gedächtnis deutlich abzubauen. 3.590 am Anfang der Studie gesunde TeilnehmerInnen wurden untersucht. Nach sechs Jahren konnte man sehen, dass diejenigen, die mehr als 3,5 Stunden Fernsehen pro Tag konsumierten, ihre verbalen kognitiven Fähigkeiten abgebaut hatten. Ob Fernsehen zur Demenz führt? Es steht fest: Bewegung an der frischen Luft tut gut, sich mit anderen Menschen zu unterhalten auch. Und Chips oder Schokolade beim Fernsehen ist vielleicht nicht das Beste. Wir haben das alles schon oben aufgelistet!
    https://www.dgn.org/presse/pressemitteilungen/60-pressemitteilung-2019/3757-gibt-es-eine-fernseh-bedingte-demenz
  3. Zusammen sind sie stark, leider (RL)
    Hat man psychische Probleme, wenn die Nase kratzt? Anscheinend ist es oft der Fall. Man wusste schon, dass manche Allergien eng mit der Psyche verbunden sind. Eine neue Studie des Universitätsklinikums Augsburg und der TU München zeigt, dass u.a. Angststörungen und Depression zusammen mit Allergien unterwegs sind. Wer eine Pollenallergie hat, leidet häufig an seiner Angst, und wer ganzjährig eine Tierhaarallergie hat, ist oft depressiv. Und Menschen mit Angststörungen entwickeln weniger als andere ganzjährige Allergien. Wie kann man das erklären? Es wird vermutet, dass diese Unterschiede mit den jeweiligen Stressverarbeitungsstrategien zu tun haben. Was man auch nicht weiß, ist, ob die Allergien zu psychischen Problemen führen oder umgekehrt. Auf jeden Fall sind sie schwer zu trennen.
    https://gesundheitsnews.at/einfluss-von-psychischen-faktoren-auf-allergien-nachgewiesen-pollenallergie-angstpatienten/
  4. Erste Hilfe: vereinfachen und durchführen (RL)
    Viele Menschen haben unüberwindbare Ekelgefühle und Ängste, die ernst genommen und respektiert werden müssen. Eine neue Studie mit 30.000 Fällen zeigt, dass nicht professionell ausgebildete Menschen viel häufiger Erste Hilfe leisten, wenn auf Atemspende verzichtet wird. Schweden hat die Erste-Hilfe-Richtlinien für Laien drastisch reduziert. Dadurch ist die Bereitschaft, Wiederbelebungsmaßnahmen durchzuführen, auffallend gestiegen und viele Leben konnten dadurch gerettet werden. Wenn wir also jemanden sehen, der wahrscheinlich einen Herzstillstand erleidet, können wir 112 anrufen (lassen) und ausschließlich die Herzdruckmassage ohne Beatmung durchführen. Im Notfall nichts zu tun, ist das schlimmste. Abwarten bis die Rettung da ist, war nie eine gute Option.
    http://www.deutsche-medizinerauskunft.de/index.php?id=857&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=20662&cHash=6dc7672f76653af9b51c542eb37d1440
    https://ebw-muenchen.de/artikel/3962/fuer-alle-faelle-sp-3962


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