Evangelisches Bildungswerk München e.V.

Hintergrund: Mikrotransitionen im Gruppenalltag

Unter Mikrotransitionen sind kleine Übergänge zu verstehen, bei denen sich Kinder auf eine neue Situation einlassen sollen. Auch Ihre Treffen beinhalten sicherlich viele kleine Übergänge (Begrü-ßungsrunde – Frühstück – gemeinsame Aktion – Freispiel etc.). Was gilt es zu berücksichtigen, dass Kinder diese Übergänge ohne große Schwierigkeiten schaffen? Rituale und Struktur helfen Kin-dern, sich in der Eltern-Kind-Gruppe wohlzufühlen sowie sich mit Freude und Zuversicht auf das nächste Angebot einzulassen. „Ein Ritual (von lateinisch „ritualis“ = „den Ritus betreffend, rituell“) ist eine nach vorgegebenen Regeln ablaufende, meist formelle und oft feierlich-festliche Handlung mit hohem Symbolgehalt“ . https://www.wertesysteme.de/werte-glossar/rituale/; 11.01.2020.
Was bedeutet dies übertragen auf Ihre Gruppe? Es ist wichtig, dass die Treffen eine gewisse Struktur/Ablauf aufweisen, die sich bei jedem Treffen wiederholt. Das gibt den Kindern Orientierung, vermittelt Sicherheit und erleichtert das Zurechtfinden in der Gruppe. Eine möglicher Ablauf wäre: Ankommen, Begrüßungskreis mit Liedern und Fingerspielen, Frühstück, Anregung/Angebot, Freispiel, gemeinsames Aufräumen und Abschlusslied.
Um Übergänge in Eltern-Kind-Gruppen zu verdeutlichen, bieten sich gemeinsam gesungene Lieder an, die zudem auch das Gemeinschaftsgefühl stärken (z.B. Begrüßungs- und Abschiedslied). Der Einsatz von Instrumenten kann ebenfalls helfen, Übergänge einzuläuten.
Weiterführende Literaturempfehlung: D. Gutknecht und M. Kramer, Mikrotransitionen in der Kinderkrippe, 2018, Herder Verlag
Patricia Lang-Kniesner

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