Evangelisches Bildungswerk München e.V.

Praxistipps für den Herbst

Herbstblättermemory

Vorbereitung:
Sammeln Sie bei einem Herbstspaziergang 3 – 5 unterschiedliche Blätterpaare mit Ihrem Kind, z.B.: 2 Ahornblätter, 2 Birkenblätter, 2 Eichenblätter, 2 Kastanienblätter ..
Entfernen Sie zu Hause die dicken Stiele, pressen Sie die Blätter oder laminieren Sie die frisch gesammelten Blätter und schneiden Sie diese aus.

So geht es:
Je nach Alter des Kindes beginnen Sie mit 2 – 3 Blätterpaaren, dies können Sie steigern. Legen Sie die Blätterpaare vor Ihr Kind und suchen Sie gemeinsam die passenden Paare aus. Benennen Sie dabei den Baum, von dem das Blatt stammt. So lernt Ihr Kind spielerisch die verschiedenen Formen und Bäume kennen.

Laminierte Blätter können problemlos gereinigt werden, gepresste Blätter können entsorgt werden.




Bausteine – Turm

Vorbereitung:
Fertigen Sie Legetafeln für den Turm an. Dazu zeichnen Sie auf weißen Karton einen Turm, der aus drei bis fünf viereckigen Bausteinen besteht. Malen Sie anschließend die Bausteinfelder in den Farben der vorhandenen Bausteine an. Fertigen Sie mehrere solcher Legetafeln in unterschiedlicher Farbzusammensetzung an. Die fertigen Legetafeln können Sie laminieren, so sind sie länger verwendbar.

Sie benötigen:
verschiedene Legetafeln und Bausteine (z.B. Lego Duplo oder Holzbausteine)

So geht es:


Suchen Sie sich mit Ihrem Kind eine Legetafel aus. Anschließend suchen Sie sich gemeinsam die passenden farblichen Bausteine aus und bauen den Turm wie auf der Abbildung. Vergleichen Sie anschließend gemeinsam Ihr Bauwerk, benennen Sie dabei immer wieder die Farben.
So lernt Ihr Kind langsam die Farben kennen. Achten Sie darauf, nicht zu viele unterschiedliche Farben zu verwenden. Beginnen Sie mit den Grundfarben: Gelb, Blau, Rot und eventuell Grün. Später können noch Mischfarben wie Orange, Pink, Lila … dazukommen.
Entweder bringt jede eigene Bausteine mit oder vorhandene Bausteine werden vorher für jeden bereitgestellt. Sie lassen sich hinterher mit Wasser und Seife reinigen.




Kasperletheater – „Seppel ist krank“

Spieler: 2 (Kasperl und Großmutter werden von einer Person gespielt, Seppel von der anderen)
Figuren: Kasperl, Seppel, Großmutter
Requisiten: Taschentuch für Seppel

Vorhang auf

Kasperl:

Tri, tra, trullala, der Kasperl, der ist wieder da. Hallo Kinder!

Seppel

niest hinter der Bühne

Kasperl

Kinder, habt ihr das gehört?

Das war der Seppel. Die halbe Nacht konnte ich nicht schlafen, weil der Seppel so laut war. Immer wieder hat er genießt und geschnäuzt. Oma war mit ihm beim Arzt. Die haben einen Test gemacht. Und jetzt müssen wir zu Hause bleiben. Ich hoffe, dass alles wieder gut wird.

Seppel: 

niest hinter der Bühne

Kasperl

dreht sich zur Seite und ruft

GESUNDHEIT!

Seppel

kommt auf die Bühne mit einem Tasschentuch in der Hand, niest hinein, klingt ganz schlapp

Guten Morgen Kinder.

Guten Morgen Kasperl.

Oh je, mir geht’s gar nicht gut. Ich bin krank und soll mich viel ausruhen.

Und meine Hände muss ich auch immer gut mit Wasser und Seife waschen, damit ich keinen anstecke.

Kasperl

Warum bist du dann nicht im Bett?

Seppel

Da ist es so langweilig und ich bin ganz allein.

Kasperl

Ich glaub Großmutter kommt, schnell ab mit dir ins Bett.

Seppl

niest wieder

Großmutter

Ja Seppel, was machst du denn hier. Du gehörst doch ins Bett.

Seppel

Aber Großmutter, da ist es so langweilig. Ich will viel lieber spielen.

Großmutter:

Weißt du was, du legst dich jetzt ins Bett und Kasperl geht mit und erzählt dir eine Geschichte. Und ich geh in die Küche und koche ein leckeres Mittagessen.

Seppel

Oh ja. Bitte mach uns leckere Pfannkuchen. Dann werd ich schnell wieder gesund.

Großmutter

Das ist eine gute Idee. Ich bring dir auch gleich noch deine Medizin und mach dir eine Wärmflasche.

Großmutter verschwindet

Kasperl

Und ich erzähl dir inzwischen die Geschichte vom dicken, fetten Pfannkuchen. Also los, ab ins Bett mit dir, Seppel.

Seppel

Na gut. Tschüß Kinder.

Niest noch einmal.

Kasperl

Tschüß Kinder.

Winkt den Kindern zum Abschied und singt:

Tri, tra, trullala, das Kasperle war wieder da.

Vorhang zu

Regieanweisungen sind kursiv geschrieben.

Es geht auch ohne Kasperletheater – Sie können die Geschichte den Kindern auch mit anderen Puppen oder Kuscheltieren vorspielen und die Figuren dann hinter dem Rücken verschwinden lassen. Achten Sie darauf, dass alle gut sehen können und trotzdem Abstand gehalten wird. So können Sie die Krankheit Ihren Kindern vielleicht ein bisschen verständlicher machen. Gerne können Sie auch eigene Ideen mit einbringen und das Theaterstück erweitern.

Maria Fiedler

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