Evangelisches Bildungswerk München e.V.

Religion im öffentlichen Raum – Ist Religion Privatsache?

Monika Bunk aus der jüdischen Gemeinde in Marburg, Abdel-Hakim Ourghi, der Leiter des Fachbereichs islamische Theologie an der Pädagogischen Hochschule Freiburg und Prof. Dr. Ralf Frisch, Professor für Systematische Theologie und Philosophie in Nürnberg stellten ihre Thesen zur Diskussion, die u.a. durch Statements von Prof.Dr. Raji Steineck vom Lehrstuhl für Japanologie in Zürich und Eva Haller, Leiterin der Europäischen Janusz Korzcak Akademie, bereichert wurde.


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Einig waren sich alle Teilnehmenden, dass der exklusive Anspruch auf Wahrheit einer Religion immer gefährlich ist. Der Frage nach der Wahrheit muss individuell – also privat – bleiben. Dennoch wurde gewünscht, das Religion Deutungsmuster dafür auch öffentlich anbietet. Eine Wirken der Religion in die Gesellschaft hinein ist in ethischer Hinsicht unverzichtbar, in kultischer sollte es immerhin möglich sein. Kontrovers gesehen wurde die Frage, ob Religion im öffentlichen Raum für sich selbst werben darf. Während das im Judentum verboten ist, ist es im Islam möglich, im Christentum – mit Blick auf die schwindende Relevanz der Volkskirche – sogar geboten.
Religion als Bezogenheit auf Gott sollte dabei nicht nur deuten, was Gott für die Menschen tut, sondern auch die Frage stellen, was Menschen für Gott tun.

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