Evangelisches Bildungswerk München e.V.

Gesundheit

  1. Die vaskulären Braunbären (RL)
    Wer eine Thrombose vermeiden will, beobachtet die Bären: Forschende haben entdeckt, dass Braunbären im Winterschlaf ein niedriges Risiko für venöse Thromboembolien haben. Dies gilt auch für Menschen nach einer Lähmung. Wie bitte? Bisher haben wir gelernt, dass Immobilität als Risikofaktor galt. Und es stimmt auch immer noch. Aber jetzt sagt uns die im Fachmagazin „Science“ veröffentlichte Studie: Nichts tun und monatelang schlafen ist gesund? Die Braunbären, die Winterschlaf halten, senken ihr Thrombose-Risiko? Keine Panik, mal abwarten jetzt. Das internationale Forschungsteam vom LMU-Klinikum in München hat einen neuen Schutzmechanismus bei den Bären gefunden. Man hofft jetzt auf ein neues Medikament. https://www.tagesschau.de/wissen/thromboseforschung-baeren-101.html
    https://www.aerztezeitung.de/Podcasts/Was-wir-von-Braunbaeren-zur-Thromboembolie-Prophylaxe-lernen-koennen-444024.html
  2. Vibrationsalarm im Darm (RL)
    Ist es ein Durchbruch? Ein Forschungsteam der Universität Helsinki vermutet, dass ein Darmbakterium Parkinson verursacht. Man wusste bereits, dass es eine Darm-Hirn-Achse im Körper gibt, die das Nervensystem, das endokrine System und das Immunsystem beeinflusst. Das Desulfovibrio-Bakterium befindet sich überall in der Umwelt. Wenn es sich jedoch im Darm vermehrt, fördert es die Produktion eines körpereigenen Proteins, das den Dopamin-Stoffwechsel lähmt: eine Kettenreaktion. Wenn die Theorie stimmt, werden sich die Therapien gegen Parkinson erheblich verbessern, unter anderem durch Bakterienfresser. Man wird die Träger des Bakteriums identifizieren, das Bakterium entfernen und vielleicht Parkinson heilen oder wenigstens die Symptome lindern. Wir hoffen.
    https://gesundheitsnews.at/darmbakterium-hauptursache-fuer-parkinson-krankheit/
  3. Falsch mit Backlash (RL)
    Eine Frau erhält eine Krebsdiagnose nach der Mammografie. Dann merkt man, die Mammografie hat einen falsch-positiven Befund geliefert. Die Mammografie diagnostiziert drei Prozent der Frauen falsch. Aber jetzt kommt der Hammer. Ein Forschungsteam in Stockholm hat herausgefunden: Die Frauen, die nach einer Mammografie eine falsche Diagnose erhalten, haben Jahre später ein um 60 Prozent höheres Risiko, Brustkrebs zu bekommen als andere Frauen. Warum? Die Sache ist unklar. Wäre es ratsam, der Gruppe von Frauen mit falscher Diagnose verstärkte Nachuntersuchungen anzubieten? Und wenn Stress die Ursache ist? Wir bleiben im Dunkel.
    https://www.aponet.de/artikel/hoeheres-brustkrebs-risiko-bei-falsch-positivem-mammographie-befund-29616
  4. Vereinsamt? Sucht Euch ein Nebenamt (RL)
    Wenn man sich einsam fühlt, kann dies oft zu gesundheitlichen Problemen führen. Es ist jedoch möglich, dagegen anzukämpfen. Die Barmer hat in dem verlinkten Artikel verschiedene Maßnahmen aufgelistet, darunter die Möglichkeit, sich in Vereinen zu engagieren. Krankenkassen wissen, dass soziale Kontakte präventiv gegen Demenz und eine Vielzahl von Krankheiten wirken. Das ebw unterstützt auch dabei, soziale Kontakte aufrechtzuerhalten. Wir bieten nicht nur kostenlose Veranstaltungen an, sondern auch gezielte Seminare, die lösungsorientiert sind: z. B. „WIR – gemeinsam nie mehr einsam“
    https://ebw-muenchen.de/kalender/5874/322-b23 oder „Resilienz“ https://ebw-muenchen.de/kalender/5875/323-b23
    Wir wünschen viel Erfolg!
    https://www.barmer.de/gesundheit-verstehen/psyche/einsamkeit/einsamkeit-ueberwinden-10-tipps-die-helfen-koennen-1140298
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