Evangelisches Bildungswerk München e.V.

Glaube

  1. Urnenbestattungen (RL)
    Das Feuer vernichtet. Deswegen haben es Archäologinnen und Archäologen schwer, Informationen in den Aschen zu finden. In der späten Bronzezeit hat man Menschen verbrannt und in Urnen bestattet. Neu ist es also nicht. Aber in Österreich schläft man nicht, und die Forschung hat dort eine neue Methode der Aschenanalyse entwickelt. Diese kombiniert Anthropologie mit Computertomographie, Archäobotanik, Zooarchäologie, Geochemie, Isotopenanalysen und … Kunstharz. Macht das neugierig? Mit dieser Methode stellt man sogar fest, ob ein Kind in Asche mangelernährt war. Präzise ist sie. Bestattungsriten rekonstruiert man auch damit. Das ist der Grund, warum sich dieser Beitrag unter Religion befindet. Mehr dazu im Link.
    https://www.archaeologie-online.de/nachrichten/neuartige-urnen-analyse-schaerft-blick-auf-bronzezeit-bestattungen-5690/
  2. Rachis Energie (RL)
    Viele kennen Rachi nicht, es ist schade. Er war der größte Kommentator der Bibel und des Talmuds aller Zeiten und die exegetische biblische Forschung benutzt immer noch seine fortschrittlichen Kommentare. Rabbi Salomon, Sohn des Isaak, genannt Rachi, ist 1040 in der wunderschönen Stadt Troyes in der französischen Champagne geboren. Er studiert später in Mainz und Worms, kehrt aber wieder nach Troyes zurück. Und was macht man in der Champagne seit Generationen? Rachi lebt davon: Seine Familie besitzt einen großen Weinberg. Er gründet nebenbei eine talmudische Schule, die jetzt eine Universität ist (Institut Universitaire et Culturel Rachi). Sein Ruhm war schon damals groß. In der Zeit lebten Christen und Juden zusammen. Der Austausch war fruchtbar und die jüdischen Gemeinden vermehrten sich. Bis zum 14. Jh. lebten die Juden in der Champagne in Ruhe, danach war leider Schluss. Aber die Rachi-Kommentare lebten weiter bis heute. Viele Anekdoten rund um Rachi gibt es. Eine davon ist: Der Franziskanermönch Nikolaus von Lyra (13./14. Jh.) zitierte Rachi so oft, dass man ihn „Rachis Affen“ nannte.
    https://www.aube-champagne.com/de/portfolio-post/rachi-und-das-mittelalterliche-juedische-erbe-in-der-champagne/
    http://www.s197410804.online.de/Personen/Raschi.htm
  3. Franziskus‘ Kurs (RL)
    Deutschland ist das Sorgenkind des Papstes. So sehr, dass er persönlich interveniert hat. Deutsche Bischöfe und katholische Laien wollen die Kirche liberalisieren, obwohl der Vatikan sich dagegen ausgesprochen hat. Die Fronten sind verhärtet, und eine Spaltung zwischen der deutschen und der Weltkirche droht. Der Papst ist konkret: Neue Gremien, die versuchen, sich vom vatikanischen Kurs zu lösen und sich dem Zeitgeist zu unterwerfen, braucht man nicht. Was man braucht, ist, sich für die Armen zu öffnen. Damit lehnt Franziskus den „Synodalen Weg“ sowie neue Entscheidungsprozesse ab, die die Macht der Bischöfe und daher des Papstes einschränken und die sakramentale Struktur der Kirche verletzen. Die Krise ist gewaltig.
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article248627440/Brisanter-Papst-Brief-ueber-die-Deutschen-Drohen-sich-zu-entfernen.html
  4. Krippen für Weihnachten (RL)
    Das Museum auf dem Freisinger Domberg war lange geschlossen. Zwischen dem 26. November und 2. Februar 2024 präsentiert es wieder seine umfangreiche Krippensammlung, eine der größten und kunstvollsten in Bayern. Was sehen wir dort? Gemälde und Krippen von Bayern bis nach Italien, teilweise neu inszeniert. Eine neapolitanische Krippe aus dem 18. Jh. mit 200 Figuren ist besonders beachtenswert. Eine Krippe aus Tirol hat Bethlehem durch die Stadt Hall ersetzt. Eine Münchner Krippe glänzt im eigenen Raum: Achtung, Ungeheuer sind dort am Werk. Die Details mancher Krippen sind besonders verblüffend. Objekte aus bayerischen Klöstern runden die Ausstellung ab. Sehr zu empfehlen.
    https://www.tourismus-kreis-freising.de/veranstaltungen/krippenausstellung-im-dioezesanmuseum-4b28248f57
  5. Gottesdienstvertretung (Lei)
    Sie suchen eine Gottesdienstvertretung? Pfarrer Dr. Felix Leibrock, Leiter des Evangelischen Bildungswerks, steht dafür gerne zur Verfügung, wenn es zeitlich passt. Sie erreichen ihn am besten per Mail: felix.leibrock@ebw-muenchen.de
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