Evangelisches Bildungswerk München e.V.

Februar 2024

Aus der Geschäftsstelle
Die trauernde Prinzessin

Soziales

  1. DU wirst gebraucht! Münchner FreiwilligenMesse (So)
  2. Günstiger leben in München (So)
  3. „Wo fliegt der Fisch?“ Ehrenamtspreis der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (So)
  4. Festkörper kühlen besser (RL)
  5. Das Alter und die Betriebsräte (RL)
  6. Das Haus am Meer (RL)

Gesundheit

  1. Munter mit Improtheater (RL)
  2. Werte-bewusst handeln – wie? (So)
  3. Szenario ohne Adeno (RL)
  4. Intensität unserer Immunität (RL)
  5. Ist bald die Schwerhörigkeit Vergangenheit? (RL)

Glaube

  1. Robotik als Teil der künstlichen Intelligenz in der christlichen Gemeinde (Lei)
  2. Die Impertinenz Genfs (RL)
  3. Die Untertanen im Iran sagen Nein (RL)
  4. Auf dem Weg zu Houellebecq? (RL)
  5. Gottesdienstvertretung (Lei)

Verbraucherbildung

  1. Achtung Abzock-Gefahr – auch bei Digitalen Behördengängen (ahb)
  2. Ei, Ei, Ei… wo kommst du her? Lebensmittelkennzeichnungspflicht seit Februar (ahb)
  3. Mitmach-Aktion: Greenwashing auf der Spur (ahb)
  4. Warnung vor der Mahnung – Postbank-KundInnen aufgepasst (ahb)
  5. Auch auf YouTube & Co: „Finanzen, einfach und verständlich erklärt…“ (ahb)
  6. Umfrage für Eltern zum Thema „Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz“ (ahb)

Medienwelten

  1. Wie barrierefrei ist welches Digital-Gerät? – Diese Datenbank erfasst es – teilweise (ahb)
  2. Podcast zum Thema „Ehrenamt im Wandel – Chancen durch die Digitalisierung“ (ahb)
  3. Empathie durch Spiel: Zocken, was andere erlebt haben (ahb)
  4. Von der Facebook-Gruppe zum Sammelband: „Inklusive Medien-Arbeit“ ab März 2024 (ahb)

Kultur

  1. Leid statt Erholung in der Kinderkur – Verschickungskinder (So)
  2. Unter dem Asphalt der Wald (RL)
  3. Die Zähne sprechen (RL)
  4. Nach den Streifen greifen (RL)
  5. Kegel auf der Insel (RL)

Die trauernde Prinzessin

Es war einmal eine Prinzessin. Die liebt ihre Tochter Aurica über alles. Dann ertrinkt Aurica. Die Prinzessin ist tief erschüttert. Jahre ist sie in der Trauer gefangen. Verdrängt die Gedanken an Aurica, weil sie so weh tun. Und merkt: Die Trauer lässt sich nicht verdrängen.
Dann sieht sie einen Sperling auf dem Mauersims ihrer Terrasse sitzen. Er tschilpt aufgeregt in seiner Vogelsprache vor sich hin. Die Prinzessin hört aus den Vogellauten die Worte: „Komm, folge mir!“
Sie steht auf, und der Sperling fliegt vor ihr her. An einer Felsmauer setzt er sich nieder und zeigt ihr mit dem Kopf an: „Komm, Prinzessin, greif mal in diese Felsspalte hinein.“
Die Prinzessin tut es und zieht etwas heraus.
„Auricas Kette“, flüstert sie ungläubig. „Wie ist die nur hierhergekommen? Wir haben sie so lange gesucht.“
Am nächsten Tag wiederholt sich die Szene. Nur dass der Sperling sie dieses Mal zu einem Baum führt. Dort findet sie Auricas Ohrringe in einem Astloch. Auf diese Weise tauchen nach und nach Spielsachen von Aurica auf.
Bei jedem Fundstück kommen der Prinzessin Erinnerungen an ihre verstorbene Tochter. An so viel Schönes, was sie gemeinsam erlebt haben.
Nach einigen Monaten merkt sie: Die Trauer weicht. Sie wird dankbar dafür, Aurica gehabt zu haben.
Von der Prinzessin lernen wir: Trauer geht nicht weg, wenn wir sie verdrängen. Trauer geht weg, wenn wir uns ihr stellen.

Herzliche Grüße
Felix Leibrock
Pfarrer, Geschäftsführer des Evangelischen Bildungswerks, Autor

P.S.: Kennen Sie schon unsere Trauerangebote? Sie finden Sie hier: https://ebw-muenchen.de/kategorie/trauern

Wenn Sie wissen möchten, wer sich hinter den Kürzeln (hinter den Überschriften) verbirgt, hier finden Sie die Lösung:
http://ebw-muenchen.de/kategorie/ansprechpartner

  1. DU wirst gebraucht! Münchner FreiwilligenMesse (So)
    Sie möchten sich über ein freiwilliges Engagement informieren? Sie suchen ein Ehrenamt, das zu Ihnen passt? Dann kommen Sie am So 10. März 2024 von 10.00 – 17.00 Uhr ins Alte und Neue Rathaus. 76 Organisationen beraten Sie gerne und zeigen konkrete Angebote aus den verschiedenen Bereichen. Dazu wird ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Infoveranstaltungen geboten. Auch das ebw ist mit einem Stand im Alten Rathaus vertreten. Parallel zur Messe kann man sich auf der Webseite unter https://www.muenchner-freiwilligen-messe.de/ über die einzelnen Aussteller informieren. Die FreiwilligenMesse findet in Kooperation mit der Landeshauptstadt München unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dieter Reiter statt.
  2. Günstiger leben in München (So)
    Wie lässt sich in München Geld sparen? Mit der neuen Broschüre der Landeshauptstadt München (Sozialreferat) „Wir sind München – für ein soziales Miteinander“ erfahren Sie, wo es kostengünstige und kostenfreie Dienstleistungs- und Freizeitangebote gibt. Auch Bildungsangebote für Erwachsene sind vertreten. Die Broschüre liegt bei uns im ebw auf. https://www.muenchen.info/soz/pub/pdf/470_guenstiger_leben_muenchen.pdf
  3. „Wo fliegt der Fisch?“ Ehrenamtspreis der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (So)
    Der Fachbeirat Ehrenamt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern zeichnet auch im Jahr 2024 wieder herausragende Initiativen und Projekte im Ehrenamt aus. Unter dem Motto „Wo fliegt der Fisch?“ wird nach inspirierenden Projekten von engagierten Ehrenamtlichen gesucht. Projekte, die mit Energie, Innovationsgeist und passgenauen Lösungen einen spürbaren, erfrischenden und positiven Beitrag leisten. Bis zum 31. Mai 2024 haben Initiativen die Möglichkeit, sich für den Ehrenamtspreis zu bewerben. Der Preis ist mit jeweils 1.000 Euro und einem professionellen Projektvideo oder einer Teammaßnahme dotiert.
    https://www.ehrenamt-evangelisch-engagiert.de/ehrenamtspreis/2024/
  4. Festkörper kühlen besser (RL)
    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Luxemburg und Japan haben ein Festkörper-Kühlsystem entwickelt, das nur halb so viel Strom verbraucht als das System in herkömmlichen Kühlschränken. Dafür braucht man spezielle Kristalle, die einen elektrokalorischen Effekt erzeugen. Es funktioniert, aber man weiß noch nicht genau wie. Ein Prototyp existiert bereits. Dieses System erzeugt Wärme und Kälte mit einer Temperaturdifferenz von 20 Grad. Es reicht für Kühlschränke und Klimaanlagen noch nicht. Um Computer zu kühlen schon. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dieses neue System das alte ersetzt. Strom lässt sich sparen. https://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Festkoerper_Kuehlschrank_erreicht_Rekordwerte1771015591003.html
  5. Das Alter und die Betriebsräte (RL)
    Obwohl es einen demographischen und Fachkräftewandel gibt, kümmern sich die Betriebsräte laut einer Studie immer weniger um die Arbeitsbedingungen älterer Beschäftigter. Es mag sein, dass sie in diesem Bereich nur begrenzte Befugnisse haben. Es ist dennoch kontraproduktiv, das Thema zu ignorieren, unabhängig davon, wie langweilig es ist. Großbetriebe zeigen mehr Interesse an diesem Thema im Vergleich zu kleineren Betrieben mit weniger als 50 Mitarbeitern. Möglicherweise haben die Kleinbetriebe nicht genug Zeit dafür. Die Studie empfiehlt, das Thema mit anderen relevanten Themen zu verknüpfen, die Betriebsräte besser auszustatten und klare Verantwortlichkeiten zu benennen.
    https://www.sozialpolitik-aktuell.de/auem-aktueller-report.html
  6. Das Haus am Meer (RL)
    Keiner will sein Haus an der Küste verlieren. Aber die Wellen entscheiden, was bleibt oder nicht. Bisher. Deiche, Betonblöcke oder Wellenbrecher schützen nur bedingt gegen die Erosion. Ein Forschungsteam aus Frankreich und Großbritannien hatte jedoch eine neue Idee. Zunächst führten sie virtuelle Wellensimulationen durch und versuchten, die Wellen zu eliminieren. Dabei entdeckten sie, dass zwei Hohlräume am Rand eines Kanals durch eine „destruktive Interferenz“ die Wellen auslöschen. Wellenberge treffen dort auf Wellentäler und annullieren sich gegenseitig. In der Praxis passte man die Modellrechnung an und das Experiment funktionierte. Klar ist, dass die Wellen auszulöschen effektiver ist als sie umzuleiten, wie man es üblich macht. Die Methode hat also Potenzial.
    https://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Hohlraeume_schuetzen_vor_Wellenschlag1771015591005.html

  1. Munter mit Improtheater (RL)
    Spielen entspannt, fördert die Gesundheit und die Kommunikation mit anderen. Wer spielt, lacht auch über sich selbst, stärkt seine Lebensfreude, öffnet seine Möglichkeiten und erweitert seine Kontakte. Gegen Demenz und Depression gibt es nichts Besseres als das Miteinander: Das ist das Ziel des Improtheaters. Spielen mit anderen ist gesund für Körper und Seele und schenkt Freiheit. Das ebw bietet deswegen ein Improtheater-Seminar am Mi 11.03.2024 an. Das Vorurteil, dass ältere Menschen und Menschen mit Demenz die Welt des Spielens mit dem Ende ihrer Kindheit längst verlassen haben, wird abgebaut und Kreativität neu entdeckt. Wir freuen uns auf die Zwanglosigkeit und den Spaß, die unerwartet stark wirken.
    https://ebw-muenchen.de/kalender/6129/226-a24
    https://de.wikipedia.org/wiki/Improvisationstheater
  2. Werte-bewusst handeln – wie? (So)
    Werte sind die treibenden Kräfte unseres Handelns. Doch kennen wir sie? Unsere Werte sind der Schlüssel für eine authentische Führung, wie beispielsweise das Manager Magazin mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zu den eigenen Werten schreibt.
    Auch im oft stressigen Alltag lohnt es sich bewusst zu machen, welches Bedürfnis und welcher Wert mir wichtig sind, um in herausfordernden Situationen handlungsfähig zu sein.
    Wie Sie kraft-voll im Leben stehen können und werte-bewusst handeln, dazu bietet Christiane Keller-Rötlich, zertifizierter Coach und ganzheitlich arbeitende Körpertherapeutin, ein Tages-Seminar im ebw mit Tools zur Selbstwahrnehmung, Selbstklärung, Austausch in Kleingruppen und einer individuell vertiefenden Meditation an.
    https://ebw-muenchen.de/kalender/6213/340-a24
  3. Szenario ohne Adeno (RL)
    Am besten ist, sich mit einem Adenovirus nicht anzustecken. Er verursacht Bindehautentzündungen, Erkältungen, Rachenentzündungen, Durchfallerkrankungen und andere Infekte. Man ist gegen es nicht immun, weil er unzählige Subtypen hat. Adenoviren sind resistent auch z. T. gegen Desinfektionsmittel. Sie haften an allem, was man berührt, und verbreiten sich durch die Hände sowie durch Husten, Niesen oder Sprechen. Es gibt auch keine spezifische Behandlung gegen sie. Um sie zu vermeiden, tun wir einfach nur, was wir schon wissen: Wir passen streng auf, was wir mir den Händen machen, wir waschen und desinfizieren sie oft, wir meiden den Kontakt zu Erkrankten. Und wenn wir selbst erkrankt sind, folgen wir den Empfehlungen, die uns die AOK in dem Link gibt.
    https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/immunsystem/adenovirus-infektionen-bei-kindern-und-erwachsenen/
  4. Intensität unserer Immunität (RL)
    Gute Nachrichten gibt es doch: Unser Immunsystem wird gegen SARS-CoV-2-Varianten immer stärker. Wir haben uns im Laufe der Zeit gewappnet. Schwere Krankheitsverläufe werden immer seltener. Auch gegen Mutationen sind wir robuster geworden. Ein Forschungsteam aus Südkorea belegte, dass Impfung plus Infektionen das Immungedächtnis auch gegenüber neueren Omikron-Varianten und schlimmen Folgen schützen. Warum? Die Omikron-Variante BA.2 löste trotz Impfung viele Infektionen aus. Aber es war gut so. Die BA.2 Infektionswelle hat das T-Zell-Gedächtnis langfristig aktiviert. Im Link kommentieren professionell Expertinnen und Experten die Studie, was wir leider nicht können. https://www.sciencemediacenter.de/alle-angebote/research-in-context/details/news/immungedaechtnis-gegen-sars-cov-2-varianten-immer-robuster/
  5. Ist bald die Schwerhörigkeit Vergangenheit? (RL)
    Eine Mutation im Gen TMTC4 ist dafür verantwortlich, dass viele älteren Menschen Hörverluste erleiden. Sie greift indirekt die Haarzellen im Innenohr an. Calcium überflutet die Haarzellen und setzt einen Dominoeffekt in Gang, der die Zellen tötet. Ein Forschungsteam der Universität Kalifornien setzt auf eine medikamentöse Behandlung, jetzt da das Gen identifiziert ist. Man weiß schon, dass Medikamente den Prozess bremsen oder stoppen. Auch Menschen, die eine Chemotherapie mit dem Medikament Cisplatin durchlaufen und damit schwerhörig werden, freuen sich über die neue Entdeckung. https://www.aponet.de/artikel/laesst-sich-bald-mit-medikamenten-schwerhoerigkeit-vorbeugen-29912
  1. Robotik als Teil der künstlichen Intelligenz in der christlichen Gemeinde (Lei)
    Robotik in der christlichen Gemeinde: Muss das sein, ist das sinnvoll, was kann das bringen?
    Der Vortrag von Prof. Dr. Ilona Nord (Julius-Maximilians-Universität Würzburg) informiert über bisherige Praxisexperimente zu religiöser Robotik und thematisiert grundlegende Fragen, wie z.B.:
    In welcher Weise formt Robotik unsere Vorstellung vom Menschen und von Gott?
    Es geht an diesem Abend darum, theologische Grundlagen und religiöse Einstellungen zum Thema miteinander zu diskutieren.
    Evangelisch-Lutherische Friedenskirche Trudering, Friedenspromenade 101, 81825 München Dienstag, 19. März 2024, 19.30 Uhr im Gemeindesaal
  2. Die Impertinenz Genfs (RL)
    Die Schweizer Garde existiert seit 1506 und der Vatikan will für sie eine neue Kaserne bauen. Aber er zahlt nur einen kleinen Teil des Bauprojektes. Eine private Stiftung aus der Schweiz sammelt Spenden und trägt den größten Anteil. Eine Regierungsmehrheit im Kanton Genf lehnt aber ab, Geld für den Bau auszugeben, weil der Kanton religionsneutral sei. Rechtlich ist der Kanton laizistisch und die Garde religiös. Sie zu finanzieren, geht nicht. Umso besser für die Finanzministerin, die damit 50.000 bis 500.000 Franken spart. Die Konservativen hatten dafür plädiert: Die Gardisten seien ausschließlich Schweizer, wohnen und arbeiten dort und haben das Ansehen des Landes in der Welt immer gestärkt. Andere Kantone beteiligen sich auch, Laizität hin oder her. Wir finden, beide Seiten hatten gute Argumente. Die Trennung zwischen Staat und Religion hat jedoch gesiegt.
    https://www.kath.ch/newsd/kanton-genf-zahlt-nicht-an-neue-kaserne-der-schweizergarde/
  3. Die Untertanen im Iran sagen Nein (RL)
    Die islamische Republik im Iran hat keine islamische Mehrheit, sagt eine unabhängige Studie aus dem Jahr 2021, die mehr als 40.000 Iranerinnen und Iraner befragt hat. Nur 40 Prozent antworteten, sie wären muslimisch. Eine Staatsreligion hat es geschafft, ihrer eigenen Religion zu schaden. Ein Drittel der Befragten sagten, sie wären schiitisch, 22 Prozent ohne Religion, neun Prozent Atheisten, acht Prozent Zoroastrier, sieben Prozent Spirituelle, sechs Prozent Agnostiker, fünf Prozent sunnitisch, drei Prozent Sufis. Die anderen sind Humanisten, Christen, Bahai oder Juden. Wenn man die ohne Religion, Atheisten, Agnostiker und Humanisten zusammenzählt, kommt man auf ca. 38 Prozent. Gewiss sind die Zahlen der Regierung anders. Die kann man auch nicht ernst nehmen. Die Details über die Studie finden Sie im Link.
    https://www.deutschlandfunk.de/saekularisierung-im-iran-islamische-republik-ohne-100.html
  4. Auf dem Weg zu Houellebecq? (RL)
    Eine neue Partei gründet sich und will bei der Europawahl und der Bundestagswahl antreten. DAVA steht der türkischen Regierungspartei AKP nah, deswegen berichten wir hier im Bereich Glaube. DAVA steht für „Demokratische Allianz für Vielfalt und Aufbruch“ und klingt gleichzeitig wie der arabische Begriff „Da’wa“: Missionieren bei nicht Muslimen. Die Politik in Deutschland macht sich schon Sorgen. Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir und Unions-Fraktionsvize Spahn warnten über Erdogans Versuche, die Deutsch-Türken vom Rest der Gesellschaft zu spalten. Ausgesprochenes Ziel der Partei ist, Menschen mit Migrationshintergrund, die sich diskriminiert fühlen, zu mobilisieren. Es gibt nichts anderes zu tun, als zu beobachten, was passiert. So will es die Demokratie. Mehr dazu im Artikel.
    https://www.deutschlandfunk.de/was-ueber-die-neu-gegruendete-politische-gruppierung-dava-bekannt-ist-102.html
  5. Gottesdienstvertretung (Lei)
    Sie suchen eine Gottesdienstvertretung? Pfarrer Dr. Felix Leibrock, Leiter des Evangelischen Bildungswerks, steht dafür gerne zur Verfügung, wenn es zeitlich passt. Sie erreichen ihn am besten per Mail: felix.leibrock@ebw-muenchen.de
  1. Achtung Abzock-Gefahr – auch bei Digitalen Behördengängen (ahb)
    Am Beispiel des Kinderzuschlags, den man wie Führungszeugnis, Geburtsurkunde u. ä. auch online beantragen kann, warnen die Verbraucherzentralen vor Abzock-Tricks. So zahlen Dienstleister oft für Werbung auf Google, um zum relevanten Stichwort ( „xxx… online beantragen“) unter den ersten Treffern zu sein und erheben dann Gebühren für die Weiterleitung Ihres Antrags ans zuständige Amt. Gebühren, die beim Amt gar nicht anfallen würden. Wichtigster Tipp, immer direkt auf Ihre Gemeinde/Kommunalseite gehen und nicht über „irgendwelche“ Google-Links. Betroffen können auch Sozialversicherungsantrag, Schufa-Auskunft oder Nachsendeantrag für Briefe & Co sein… Näheres unter diesem – vertrauenswürdigen ???? Link:
    https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/digitale-welt/onlinedienste/kinderzuschlag-und-dokumente-online-beantragen-vorsicht-fallen-33126
  2. Ei, Ei, Ei… wo kommst du her? Lebensmittelkennzeichnungspflicht seit Februar (ahb)
    Seit Februar gilt die Lebensmittelkennzeichnungspflicht in der EU – also alles in Butter? Pustekuchen, leider gilt sie nicht für alles und Kennzeichnungen richtig interpretieren ist auch nicht ohne. Die Verbraucherzentralen haben dazu wichtige Tipps und begriffliche Erklärungen in diesem Artikel zusammengefasst: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/kennzeichnung-und-inhaltsstoffe/herkunft-von-lebensmitteln-woher-kommen-fleisch-eier-obst-5431
  3. Mitmach-Aktion: Greenwashing auf der Spur (ahb)
    „Greenwashing bezeichnet Werbeaussagen, die einen Umweltvorteil versprechen, jedoch wenig aussagekräftig und nicht belegt sind“, so der VerbraucherServiceBayern, der mit dieser Mitmach-Aktion auf das Problem aufmerksam machen will. Verbrauchende sind eingeladen, Fotos zu machen von Etiketten usw. von Produkten, bei denen sie glauben, dass auch hier Greenwashing im Spiel ist (z. B. mit positiven Begriffen wie „Bioplastik“ oder Selbstverständlichkeiten wie „plastikfrei“ auf Glasflaschen). Die Fotos können bis 8. März beim VSB eingesendet werden. Die ersten Einsendungen erwartet ein kleiner Gewinn https://www.verbraucherservice-bayern.de/themen/umwelt/mitmachaktion-alles-oeko-oder-was-greenwashing-auf-der-spur?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_content=ap_zkf047rml7
  4. Warnung vor der Mahnung – Postbank-KundInnen aufgepasst (ahb)
    Die Verbraucherverbände informieren, dass Anwalts-Post für Postbankkund*innen nicht rechtens sein könnte, da ggf. Forderungen eigentlich z. B. bereits verjährt sind. Klingelt da was bei Ihnen? Dann lesen Sie lieber diesen Artikel, bevor Sie zahlen oder anderweitig reagieren. https://www.verbraucherzentrale.de/aktuelle-meldungen/marktbeobachtung/abtretungsinkasso-vorsicht-vor-schreiben-des-rechtsanwalts-ralf-heyl-92005
  5. Auch auf YouTube & Co: „Finanzen, einfach und verständlich erklärt…“ (ahb)
    …das ist das Ziel der Finanztipp-Redaktion, die Teil der gemeinnützigen Finanztipp-Stiftung ist. Dabei war Finanztipp in der Vergangenheit vor der Stiftungsgründung durchaus in der Kritik, für mangelnde Deutlichkeit in der Trennung von redaktionellen Inhalten und Werbung https://www.versicherungsbote.de/id/4882109/Finanztip-wegen-Irrefuhrung-der-Verbraucher-verurteilt/. Nun werden kommerzielle Inhalte gekennzeichnet und die Finanztipp-Stiftung ist im Bereich Schulische Finanzbildung aktiv und akzeptiert. Kein Wunder also, dass auch Erklärvideos für YouTube und Tiktok produziert werden – die, wie wir finden, sich ganz gut weg gucken. Und sie hinterlassen somit im Vergleich zu den Posts selbsternannter Bitcoin-Millionäre und Geld-Coaches, die gefühlt an jeder digitalen Ecke lauern, ein weitaus besseres Gefühl an seriösem Informiertsein mit Coolness-Faktor.
  6. Umfrage für Eltern zum Thema „Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz“ (ahb)
    Für seine Abschlussarbeit in Medienmanagement an der Ostfalia-Hochschule für Angewandte Wissenschaften untersucht David Schnute die Einstellung von Eltern zu Möglichkeiten des Verbots oder Nicht-Verbots von an Kinder gerichteter Werbung für Süßes/Junkfood. https://www.diabetiker-nds.de/news/meldung/news/umfrage-werbeverbot-fuer-suesses-und-junkfood-oder-nicht
    Hier geht es zur Umfrage: https://campus.lamapoll.de/Umfrage-zu-Werbeeinschraenkungen

Interessiert an Verbraucherbildungsthemen? Hier erfahren Sie mehr: annette.huesken-brueggemann@ebw-muenchen.de, 089-55 25 80-41

  1. Wie barrierefrei ist welches Digital-Gerät? – Diese Datenbank erfasst es – teilweise (ahb)
    Das Internationale „Mobile Manufacturers Forum“ (Forum Mobilgeräte-Hersteller) hat sich zu einer „Global Accessibility Reporting Initiative“ zusammengetan und sammelt auf dieser Plattform Barrierefreiheits-Angaben verschiedenster Smartphones/Tablets/Apps/Wearables/SmartTVs. Interessierte können z.B. nach Hersteller filtern, wenn sie schon ein bestimmtes Gerät haben oder die Anschaffung planen oder nach der gewünschten Barrierefreiheit (z.B. „Beste Geräte für…. Hören“) und erhalten dann Auflistungen zu den enthaltenen Barrierefreiheits-Einstellungsmöglichkeiten. Tolle Idee. Schwächelt an manchen Stellen in der Ausführung… Wenn es das Hersteller-Forum ist, würde ich bei jeweiligen Kategorien (Hat es…?“) klare Jas, Neins erwarten und aber in unserer Stichprobe zum Thema Hören, kam dann doch recht oft auch „Diese Information ist nicht verfügbar“.
    https://www.gari.info/
    Trotzdem empfehlen wir es als nützliche Erstorientierung und wer nicht festgelegt ist auf eine bestimmte Marke, wird ja durchaus fündig.
  2. Podcast zum Thema „Ehrenamt im Wandel – Chancen durch die Digitalisierung“ (ahb)
    Der Digital-Kompass widmet sich in der Februar-Folge seines Podcasts dem Themenfeld Ehrenamt und Digitalisierung.
    Hier können Sie das 36minütige Gespräch zwischen Henning Baden (Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt) und Dagmar Teuber-Montico (Digital-Kompass Standort Osnabrück) anhören.
    https://www.digital-kompass.de/podcast/ehrenamt-im-wandel-neue-chancen-durch-digitalisierung
  3. Empathie durch Spiel: Zocken, was andere erlebt haben (ahb)
    „Flucht nach Europa – das Online Escape Game“ ist ein serious game (ernsthaftes Spiel) für Interessierte ab ca. 14 Jahren. Das multi-mediale, geschichtsbasierte Rätselspiel besteht aus mehreren auf einanderaufbauenden Episoden von ca 30.-45min und beginnt so:
    „Stell dir vor, du bist 15 Jahre alt und zitterst vor Kälte und Angst. Hinter dir liegen Tausende Kilometer Flucht aus deiner Heimat Afghanistan. Vor dir, nur zehn Kilometer übers Wasser, siehst du die Lichter der griechischen Insel Lesbos. Europa ist zum Greifen nah, aber schaffst du es über das lebensgefährliche Meer und wie geht es dann weiter?“
    Das Spiel entstand im Kontext der GameChangerKampagne des Kindernothilfe e.V. und bleibt weiterhin online
    https://gcw.kindernothilfe.de/. Im Herbst 2023 wurde ein weiteres Spiel herausgebracht, das den gefährlichen Schulweg eines Jungen in Ecuador simuliert https://ecuador-game.kindernothilfe.de/.
  4. Von der Facebook-Gruppe zum Sammelband: „Inklusive Medien-Arbeit“ ab März 2024 (ahb)
    Seit über 10 Jahren tummeln sich spannende mediale Inklusionsprojekte in einer Facebook-Gruppe namens „Inklusive Medienarbeit“; nun stellt ein Sammelband gleichen Namens wichtige Highlights und theoretische Fundamente davon für ein Print-Publikum vor.
    Theorien + Beispiele inklusiver Medienarbeit aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit spannenden Beiträgen einer vielfältigen Who-is-Who der inklusiven Medienbildungsszene. Das 350Seiten-starke Werk erscheint am 13.März und enthält Berichte und Best-Practise Beispiele rund um Radio-,Film-, Social-Media-Projekte „von und mit Menschen mit (Lern-)Behinderung und/oder psychischer Erkrankung”.
    Wir gratulieren dem Herausgeber und ehemaligen Kooperationspartner zu diesem Erfolg und freuen uns auf die Lektüre.
    https://www.halem-verlag.de/produkt/inklusive-medienarbeit/?fbclid=IwAR3mDJLfiY5qFRazXvIHy9YTKHLi_guYF6gZIhYHemY_w2ZLRU7wLesH6P0
    https://www.halem-verlag.de/produkt/inklusive-medienarbeit/?fbclid=IwAR3mDJLfiY5qFRazXvIHy9YTKHLi_guYF6gZIhYHemY_w2ZLRU7wLesH6P0

Interessiert an Medienthemen? Hier erfahren Sie mehr: annette.huesken-brueggemann@ebw-muenchen.de, 089-55 25 80-41

  1. Leid statt Erholung in der Kinderkur – Verschickungskinder (So)
    Bundesweit gab es zwischen den 1950er bis 1990er Jahren rund 1.000 sogenannte Kindererholungsheime. In vielen von ihnen wurden Kinder gedemütigt, misshandelt und traumatisiert. Jahrzehnte später öffnen sich die ehemaligen Verschickungskinder und erzählen von ihrem Leid, wie in der Dokumentation von Planet Wissen.
    Auch wir lassen ein ehemaliges Verschickungskind zu Wort kommen: Anja Röhl, Sonderpädagogin und Publizistin. Sie zeigt in Ihrem Online-Vortrag mit Gespräch am 14. März, welches System hinter den Kinderkuren stand und geht möglichen Ursachen für die dort herrschende Gewalt nach.
  2. Unter dem Asphalt der Wald (RL)
    Straßenbauarbeiten haben in Burgfarrnbach bei Fürth einen jahrhundertealten Bohlenweg sowie Reste einer Steinpflasterung von 1790 unter einer Straße enthüllt. Die Gemeindechronik von 1592 verrät uns, dass es einen Bohlenweg gab, der durch den Ort verlief und Teil einer Route zwischen Nürnberg und Frankfurt war. Die Kommune pflegte den Weg und tauschte die beschädigten Holzbohlen aus. Man fällte die letzten Kiefern für die Restaurierung im Jahr 1773. 1790 pflasterte man den Weg, ohne sich die Mühe zu geben, die Bohlen zu entfernen. Zum Glück. Zusammen mit dem Bohlenweg tauchten Knöpfe, Hufeisen, eine Silbermünze und andere Objekte auf: Wer auf Pferden und in Karren auf Bohlen hüpft, verliert sein Hab und Gut und wir sammmeln.
    https://www.archaeologie-online.de/nachrichten/jahrhunderte-alter-bohlenweg-entdeckt-5789/
  3. Die Zähne sprechen (RL)
    Es ist bekannt, dass die Zähne uns viel sagen. Aber sie schweigen, wenn man wissen will, warum die Neandertaler ausstarben. Es ist nicht wahr, wie früher vermutet, dass die Mütter zu lange stillten und so Kinder daran hinderten, sich früh genug vielfältig zu ernähren. Die Mutter ist also nicht schuld. Eine Untersuchung der Milchzähne zeigt, dass die Mütter ihre Kinder wie heute nach fünf bis sechs Monaten abstillten. Die Ernährung der Kinder war bemerkenswert ähnlich wie unsere. Die Neandertaler verschwanden also nicht wegen Mangelernährung der Kinder. Ein Forschungsteam untersuchte vier 40.000 bis 70.000 Jahre alte Milchzähne und maßen die Zeit des Stillens. Es gab keine Anomalie. Die Zähne erzählten auch, dass die modernste der Mütter nicht in der Nähe vom Fundort lebte und 25 Tage nach der Geburt dorthin kam. Die anderen kamen aus der Region. Moralität der Geschichte: Die Zähne erklären viel, aber nicht alles. Wir bleiben mit der Frage um die Neandertaler richtig frustriert.
    https://www.archaeologie-online.de/nachrichten/kein-grund-auszusterben-4812/
    https://www.archaeologie-online.de/nachrichten/kindheit-und-jugend-in-bayern-im-fruehen-mittelalter-5783/
  4. Nach den Streifen greifen (RL)
    Die Künstlerin Andrea Sandner malt Streifen diesmal auf die Wand der Neuen Galerie im Höhmannhaus Augsburg. Das Werk wird nach Ende der Ausstellung verschwinden, deshalb lohnt es sich hinzugehen. Streifen sind in der Regel streng. Hier nicht. Die Farben leuchten so sehr, dass man den Eindruck bekommt, sie würden tanzen. Bis zum 31. März 2024 betrachtet man eine monumentale, aber fragile Malerei, die die Zeit nicht überstehen wird. 2022 hat Sandner den Kunstpreis des Landkreises Augsburg bekommen, zu Recht. Ihre Bilder sind beispiellos. Durch die Streifen und Linien hört man ganze Farbsymphonien. Es ist schön.
    https://museen-in-bayern.de/museen/detailseite-museum/neue-galerie-im-hoehmannhaus
    https://landkreis-augsburg-kultur.de/2022-andrea-sandner/
  5. Kegel auf der Insel (RL)
    Die Kegelrobben vermehren sich kräftig. Auf Helgoland gibt es ein Rekordjahr. Das größte Raubtier Deutschlands genießt viel Schutz und ist auch gut für den Tourismus. Hunderte von Kinderrobben kommen zwischen November und Januar zur Welt. Um die 800 diesmal. Es ist viel. Deswegen geht es auch darum, die Menschen vor den Robben zu schützen, weil die Menschen undiszipliniert sind und Fotos machen wollen. Es trennt sie jetzt also ein Zaun. 30 Meter Abstand müssen sein, egal wie oft die Menschen sich darüber beschweren. Das tun sie leider. Viele Menschen ahnen auch nicht, wie kräftig Robben sind. Zähne und Krallen sind scharf und bereit zum Einsatz. Unterschätzen Sie keine Robben!
    https://www.nationalgeographic.de/tiere/2024/01/rekordjahr-kegelrobben-helgoland-heuler

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Evangelisches Bildungswerk München e.V.
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