Evangelisches Bildungswerk München e.V.

Glaube

  1. Schamanin oder Göttin? (RL)
    Vor ca. 9.000 Jahren entdeckte man 1934 in Bad Dürrenberg das Grab einer „Schamanin“ mit einem zwölf Monate alten Jungen. Die Frau war 30 bis 40 Jahre alt, hatte helle Augen, dunklere Haare und Haut. Sie trug einen Kopfschmuck aus Rehgeweih und Tierzahngehänge. Die Frau und der Junge waren Verwandte 4. oder 5. Grades. Man nahm sich damals nicht die Zeit, das Grab gründlich zu untersuchen. 2019 hat man wieder nachgegraben und fand neue Objekte sowie eine zweite Grube. Drinnen gab es eine Arbeitsplatte aus Sandstein, Geräte aus Quarz und Feuerstein, Gaben sowie Überreste von zwei schädelechten Rothirschgeweihen. Diese dienten als Masken und waren 600 Jahre jünger als die Frau. Gaben und Geweih lassen darauf schließen, dass man die Frau Jahrhunderte nach ihrem Tod verehrte. Schamanin oder vielleicht sogar Göttin?
    https://www.archaeologie-online.de/nachrichten/ein-neuer-raum-fuer-eine-besondere-frau-5887/
  2. Die neuen Zahlen sind da (RL)
    Und die sind nicht so lustig. Wie im Jahr 2022 hat die evangelische Kirche im Jahr 2023 mehr als eine halbe Million Mitglieder verloren. 18,5 Millionen Menschen gehörten der EKD an. Die EKD verkleinert sich in jeder Hinsicht. 2023 starben 340.000 Mitglieder, 380.000 Mitglieder traten aus. 160.000 neue Mitglieder kamen hinzu. Verlust: 560.000. Die Einnahmen durch die Kirchensteuer sanken um fünf Prozent. Es ist sehr viel, wenn es jedes Jahr passiert. Hat die Kirche einen Plan, um dagegen zu wirken oder will sie weiter machen wie bisher? Und warum gehen so viele Menschen? Wir denken persönlich nicht, dass es vorteilhaft ist, dem Zeitgeist hinterher zu rennen. Es ist sicher verlockend, wirkt aber schwach. Zurück zu den Wurzeln und zu mehr Spiritualität wäre vielleicht empfehlenswert: „Zahlt Cäsars Dinge Cäsar zurück, Gottes Dinge aber Gott.“
    https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2024-05/evangelische-kirche-halbe-million-austritte
  3. Umbau um die Jungfrau (RL)
    Ob Maria sich zeigt oder nicht, entscheidet der Vatikan und will neue Richtlinien festlegen. Wenn die Fälle von übernatürlichen Erscheinungen sich mehren, ist es schon besorgniserregend. Klarheit muss also herrschen. Die neuen Normen werden auf jeden Fall strenger. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts bremst die katholische Kirche, weil immer mehr Menschen behaupten, die Jungfrau Maria oder blutende Tränen auf Marienstatuen gesehen zu haben. Dann kommen Pilgerströme zu diesen Orten, was auch lukrativ ist. Die Kirche will nicht unglaubwürdig erscheinen. Auch wenn sie Offenbarungen anerkennt, integriert sie diese nicht in das Dogma. Es besteht keine Pflicht, daran zu glauben. Die Kirche nimmt sich Zeit: Die Kommission, die z. B. Medjugorje (1981) untersucht, hat noch nichts empfohlen. Es dauert. Die Kommission darf auch sagen, dass sie nicht weiß, ob das Phänomen menschengemacht oder übernatürlich ist. Und wenn ein Bischof ein Ereignis gleich ablehnt, ist die Sache erledigt. Es spart auch Zeit.
    https://www.kath.ch/newsd/vatikan-legt-bald-neue-normen-fuer-marienerscheinungen-fest/
  4. Der Bliss einer Sonnenfinsternis (RL)
    Eine Finsternis lässt die Religionen nicht kalt. Der Talmud sieht sie als schlechtes Omen für die Welt an. Sie bietet die Gelegenheit zur Einsicht. Das Licht erscheint, wenn man die Dunkelheit wahrnimmt. Im Hinduismus ist es ähnlich: Eine Sonnenfinsternis bringt nichts Gutes. Fasten, beten und meditieren helfen dabei, diese Zeit zu überbrücken. Im tibetischen Buddhismus vervielfacht sich die Energie positiver und negativer Handlungen: Die spirituelle Praxis profitiert davon. Einige Christen denken, dass sie die Endzeit ankündigt: „Die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln und der Mond in Blut, bevor der große und herrliche Tag des Herrn kommt.“ Ein Übergang ist sie schon. Im Islam betet man das Sonnenfinsternis-Gebet. Sonne und Mond seien Zeichen Gottes. Es scheint, dass keine Religion die Finsternis kommentarlos lässt.
    https://www.independent.co.uk/news/ap-talmud-prophet-muhammad-buddhism-hinduism-b2523338.html
  5. Gottesdienstvertretung (Lei)
    Sie suchen eine Gottesdienstvertretung? Pfarrer Dr. Felix Leibrock, Leiter des Evangelischen Bildungswerks, steht dafür gerne zur Verfügung, wenn es zeitlich passt. Sie erreichen ihn am besten per Mail: felix.leibrock@ebw-muenchen.de
  6. Vesperkirche in München? (Lei)
    An vielen Orten bilden Vesperkirchen einen wichtigen Anker von Kirchengemeinden in die Gesellschaft. Warum also nicht auch eine Vesperkirche in München? Zu überlegen wäre ein Münchner Konzept, vielleicht ein alternativer Name. Welche Gemeinde wäre interessiert? Der Leiter des Evangelischen Bildungswerks München, Felix Leibrock, würde dazu ehrenamtlich einen Kreis von ehrenamtlich Helfenden betreuen, Finanzmittel anfragen, die Organisation vorantreiben, mit einem Team ein Begleitprogramm zusammenstellen. Die Kirchengemeinde müsste den Raum für einen Zeitraum von einer bis zwei Wochen im Februar/März 2025 zur Verfügung stellen und sich natürlich mit dem Anliegen identifizieren.
    Bei Interesse bitte melden unter felix.leibrock@ebw-muenchen.de
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